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Trails und ihre Sektionen

Bei der Benennung der Sektionen haben wir uns hauptsächlich durch historische Karten und Forstkarten inspirieren lassen.

Anmerkung des Übersetzers zur Übersetzung aus dem Tschechischen: Obwohl Eigennamen üblicherweise nicht übersetzt werden, haben wir diese an einigen Stellen doch übersetzt (siehe "dt."), um den Hintergrund des Eigennamens zu interpretieren. Deutsche Eigennamen haben wir natürlich nicht übersetzt, sondern wo es nötig war erklärt. Wir möchten, dass Sie die Trails zu unbekannten Plätzen führen und dass die Namen der Trails gleichzeitig auf die Geschichte der durchquerten Plätze verweisen. Uns standen einige Kartenunterlagen zur Verfügung, die Forstkarte im Maßstab 1:11520, erstellt 1891 von H. Bretschneider an der Forstuniversität in Wien, die Karte des Joachimsthaler Bergbaureviers aus dem Jahr 1774, die in Wien erstellte Bergbaukarte von Christian Höller sowie weitere historische Armeekarten.Die Namen der Sektionen verweisen vor allem auf die reiche Bergbau- und Forstgeschichte dieses Ortes.

Azur (leicht)

1 / Na Sonnenwirbellu (dt. Auf dem Sonnenwirbel)

Sonnenwirbel ist eine der historischen Bezeichnungen für den Gipfel des Keilbergs, in einigen Karten auch für die anliegenden Gipfelpartien des Keilbergmassivs.

2 / Pytlácká (dt. Wilderer)

Die Wälder rund um den Keilberg sind voller Wild. Während der Projektarbeiten dieser Sektion haben wir einen großen Hirsch gesichtet. Wenn wir Wilderer wären, würden wir uns genau an diesen Ort begeben. Die meisten kommen hierher und "wildern", jedoch hauptsächlich in den Blaubeeren.

3 / Koželužna (dt. Lohstampfmühle / Gerberei)

Eine der historischen Karten verriet uns, dass sich unweit von diesem Ort eine Lohstampfmühle (Gerberei) befand.

4 / Milíře (dt. Kohlenmeiler)

In dieser Sektion haben wir viele Kohlenmeiler gesichtet. Es handelt sich wahrscheinlich um Überreste alter Kohlenmeiler - einer Einrichtung zur Herstellung von Holzkohle. Die Verbrennung erfolgt bei minimaler Sauerstoffzufuhr aber bei hohen Temperaturen, dabei karbonisiert das Holz innerhalb des Kohlenmeilers.

5 / Nad Suchou (dt. Oberhalb des Ortes/des Baches Suchá)

Diese Sektion führt gleich zweimal oberhalb von Suchá. Sie führt oberhalb der Ortschaft Suchá, in der Hälfe überquert sie dann den gleichnamigen Bach Suchá.

6 / Ochsenraum

Es ist eine schwer zu erklärende Bezeichnung aus historischen Karten. Uns erinnert er an schwere Arbeit. Die hiesigen Hänge gehören zu den steilsten in der ganzen Gegend. Die harte Arbeit hier konnte man bestimmt nur mit Hilfe von einem Ochsengespann meistern.

7 / Lehmgruben


8 / Vogelherd

Ein Ausdruck aus einer historischen Karte, den nicht einmal Kenner des Erzgebirgischen Dialekts erklären können. Durch gründliche Nachforschung stellten wir fest, dass es sich sehr wahrscheinlich um einen Platz handelt, an dem sich Vögel trafen. Von diesem Namen wird auch die lokale Bezeichnung der Kreuzung Sletiště abgeleitet.

9 / Adalbert

Adalbert, tschechisch Vojtěch, ist der Name einer der bedeutenden Stollen im Joachimsthaler Bergbaurevier. Den Karten nach befand er sich an den untersten Hanglagen, dort wo sich diese Sektion heute befindet.

Rubin (mittelschwer)

1 / Bartum

Bartum, oder auch Bartholomäusberg, ist eine alternative historische Bezeichnung für den Keilberg und seine anliegenden Gipfelpartien.

2 / Prales (dt. Urwald)

Das Erzgebirge bildete in der Vergangenheit eine undurchdringliche Urwald-Festungsmauer, die die Römer für einen sicheren Schutz vor einer möglichen Invasion germanischer Stämme hielten. Etwas von dieser Unbezwingbarkeit/Undurchquerbarkeit und von der geheimnisvollen Atmosphäre des Urwaldes, der den Namen Miriquidi oder Dunkelwald trug, ist in diesem schwer erreichbaren Teil der Wälder auf dem Keilberg übriggeblieben.

3 / Starkenberg

Diese Sektion wurde auf einem Seitenkamm des Keilberger Massivs angelegt. Übersetzt aus dem Deutschen ins Tschechische soll es sich wahrscheinlich um "einen breiten Kamm" handeln. Flache Hänge machten es möglich, hier einen spaßigen und spielerischen Trailabschnitt anzulegen.

4 / Salzereith

Das Wort Reith bedeutet wahrscheinlich "Waldlichtung". Salz erklärt sich von selbst.

5 / Klunker

Historische Karten führen den Namen Klinkerhau an. Hau steht für Waldlichtung. Man nehme das Wort Klinker und tauscht einen Buchstaben aus ... und es kommt Klunker heraus. An dieser Stelle hilft nur Google!

6 / Zvonivka

Wieder im Bereich von Klinkerhau. Hier geht es beim Klinker um einen Ziegelstein. Zvonivka ist eine Art des Ziegelsteins. Und gleichzeitig eine perfekte Trail-Sektion.

7 / Mittelberg

Mittelberg bezeichnet ein Gebiet mit tiefer liegenden Hängen unterhalb des Keilbergs. Historische Karten unterscheiden zwischen dem Mittelberg, der im Tschechischen als Černý vrch bekannt ist und dem Grossen Mittelberg, der die tiefer liegenden Lagen des Keilberger Massivs bezeichnet. Und gerade an diesen Hängen wurde diese Sektion angelegt.

8 / Edellen

Edellen, Edellautstollen oder der Stollen der Sächsischen Adeligen - unterschiedliche Namen für einen der bedeutendsten historischen Stollen. Den Karten nach befand er sich in den untersten Hanglagen, wo sich diese Sektion heute auch befindet.

Baron (anspruchsvoll)

1 / Panorama


2 / Kracklreith

Alles spricht dafür, dass es sich hier um eine unzugängliche Waldlichtung handelt, die man nur durch Klettern (hochkraxeln) erreichen kann. Die umliegenden steilen Hänge bestätigen diese Vermutungen. Heute warten hier auf den Fahrer anstelle einer Schinderei eine Serie von fünf spielerischen Steilkurven.

3 / Černoles

In historischen Karten ein Name für Wälder, die sich von hier bis zum Tal des Keilberger Baches erstrecken. Also Schwarzwald.

4 / Cihelna

Wieder im Bereich von Klinkerhau. Wahrscheinlich war der hiesige Boden gut für die Herstellung von Ziegeln.

5 / Slínek

Slínek (Klinker) sind Klumpen oder Knötchen, die durch Bearbeitung von Kalkstein und tonhaltigem Aluminosilikat-Material entstehen, das sich während der Herstellung in einem Zementofen bildet. Es kann sich auch um steinerne Reste nach der Verbrennung von Kohle handeln. All das kann Klinker bedeuten.

6 / Lobegott Schmidt

Karl Friedrich Lobegott Schmidt (1820–1908) war ein Bergarbeiter mit Gewerbe, die man "Frächter" nannte. Unter den Bergleuten nahmen die Frächter eine besondere Stellung ein. Der letzte Frächter in dieser Gegend war Karl Friedrich Lobegott Schmidt aus Mílov, der mit seinen 67 Jahren auf Gottes Eingebung hörte und daraufhin begann, einen Stollen in einen harten Berg zu schlagen. Mit 80 Jahren war dieser Gewerbetreibende am Ende. Sein Ziel hat er nicht erreicht.

Herr Schmidt hat es jedoch in die Broschüre "Bedeutende Persönlichkeiten des Erzgebirges" geschafft und sein Porträt schmückt sogar die Titelseite. Seine Geschichte hat uns bei der Benennung dieser Sektion inspiriert, weil es sich hier um extrem steinige und felsige Hänge handelt. Diese Sektion verfehlt ihr Ziel bestimmt nicht. Glück auf!

Downhillstrecke Downhill Klínovec (schwer)